Netzwerk - Lösungsansätze

Peer-to-Peer- oder serverbasiertes Netz

Ihr Anforderungsprofil:

    Sie benötigen wenige (etwa bis 5) Arbeitsplätze, eine zentrale Datenspeicherung, einen für alle nutzbaren Drucker, gemeinsam nutzbaren Internetzugang.

    Die Benutzerrechte werden durch die eingesetzten Programme (z.B. Finanzbuchhaltung, Banking-Programme) vergeben.

    Änderungen an der Systemsteuerung, Neuinstallation von Software sollen nur einem begrenzten Personenkreis (Administrator/en) vorbehalten sein.

Mein Lösungsvorschlag:

    Der Einsatz eines PC nur als Server mit einem Serverbetriebssystem ist nicht zwingend erforderlich.

    Die “Serverfunktionen” (Datenspeicherung, Printserver) können von einem Arbeitsplatzrechner (der dann immer eingeschaltet werden muß, Peer-to-Peer-Netzwerk) übernommen werden. Dieser PC sollte jedoch leistungsstärker als die übrigen PC’s sein.

    Alternativ ist für die zentrale Datenspeicherung und die Datensicherung der Einsatz von einer oder zwei externen Festplatte im Netzwerk überlegenswert: USB-Festplatte am DSL-Router (z.B. Frittz!-Box) oder Festplatte im NAS-Gehäuse (z.B. WD My Cloud)
    Für den Drucker empfielt sich ein “Printserver” (ca. 50 bis 70,- Euro) für die direkte Einbindung des Druckers im Netzwerk oder ein netzwerktauglicher Drucker (kaum teurer als ein vergleichbarer USB-Drucker).
    Vorteil: Die Funktionen Datenspeicherung und Drucken sind an allen PC’s unabhängig vom Einschaltzustand eines speziellen PC’s gegeben
    Nachteil: “Serverbasierte” Netzwerksoftware ist in dieser Konfiguration nicht oder nur mit besonderen Verfahren installierbar.

    Als Betriebssystem für alle PC’s wird Windows-7 /-10 Professional empfohlen, PC’s mit Windows XP / Vista lassen sich (z. T. eingeschränkt) weiterverwenden. Benutzer, die auf freigegebene Verzeichnisse zugreifen sollen, müssen ein Passwort besitzen.
    Die Rechtevergabe (Administrator / Benutzer) erfolgt über die Benutzersteuerung von Windows.

 

Kabelgebundenes oder Funknetzwerk

Es besteht KEIN zwingender Zusammenhang zwischen der Art des Internetzugangs (DSL oder analog / ISDN), der Art des Netzes (peer-to-peer oder serverbasiert) und der Verbindungsart des Netzwerkes (Kabel - WLAN - DLAN).

Wenn es auf hohe Geschwindigkeit im Netzwerk und auf hohe Datensicherheit ankommt, sollte vorrangig ein kabelgebundenes Netzwerk zum Einsatz kommen.

    Funknetzwerke haben maximal 50% der Geschwindigkeit eines kabelgebundenen LAN’s. Das macht sich besonders dann bemerkbar, wenn häufig große Dateien zwischen den Rechnern ausgetauscht werden müssen (z.B. auch beim Drucken).

Der Vorteil des Funknetzwerkes (WLAN) liegt in der hohen Flexibilität (Wegfall der zuweilen komplizierten Kabelverlegung).

    Die Reichweite des WLAN ist stark abhängig von der Bausubstanz (Wände, Decken...), von unter 10 bis etwa 30m, bei freier Sicht auch bis über 50m.
    Bitte beachten: An den Reichweitengrenzen geht die Geschwindigkeit der Datenübertragung stark zurück. Eine Abhilfe ist zuweilen durch den Einsatz von Repeatern / Richtantennen möglich.

    Für die Datensicherheit im WLAN und zur Vermeidung der unbefugten Nutzung durch Dritte sollte generell eine wirksame Datenverschlüsselung (z.B. WPA2 PSK), zusätzlich kann auch die MAC- Filterung, verbunden mit dem Verbergen der SSID genutzt werden.

DLAN (Netzwerkverbindungen über die Stromleitung) ist eine Lösung, wenn die (nachträgliche) Verlegung eines Netzwerkkabels und der Einsatz von WLAN nicht möglich ist.

    Ein Port des Routers / des Netzwerk-Switches wird mit einem DLAN-Adapter verbunden, der seinerseits in eine normale Steckdose gesteckt wird. Mit weiteren Adaptern werden die nicht über Netzwerkkabel erreichbaren Computer über das Lichtnetz verbunden.
    Einschränkungen:
       Alle Adapter müssen sich hinter dem gleichen Stromzähler befinden.
       Das DLAN sollte wie ein WLAN verschlüsselt sein